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In die herrliche Landschaft der Böhmischen Schweiz

Umgebindehaus
www.ceskesvycarsko.cz
 

 
 

Nach der Entstehung der Bergvereine im vorletzten Jahrhundert erhielt die romantische Landschaft des Gebietes des Elbsandsteingebirges im Jahre 1972 den gesetzlichen Schutz durch die Erklärung zum Landschaftsschutzgebiet Elbsandsteingebirge (Labské pískovce). Am 1. Januar 2000 wurde dann der Nationalpark Böhmische Schweiz erklärt, der vierte in der Tschechischen Republik. Volle 97 Prozent seiner Fläche stellen Wälder dar, sein Sitz befindet sich in Schönlinde (Krásná Lípa).

 

Der Hauptgegenstand des Schutzes ist die einzigartige Landschaftsform und die Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Über dem unübersehbaren Meer von Wäldern ragen Sandsteintürme und Tafelberge empor, es gibt hier Felsenkämme, Canyons und das größte Felsentor Mitteleuropas (Prebischtor). Der höchste Berg ist der Hohe Schneeberg (Děčínský Sněžník, 723 m), der Elbe-Canyon in Herrnskretschen (Hřensko, 115 m) stellt wiederum den niedrigstgelegenen Ort der Tschechischen Republik dar.

 

Die Harmonie der Natur vervollständigen die Denkmale der Volksarchitektur – die in Block- und Fachwerkbauweise erbauten Umgebindehäuser – vor allem an der Grenze des Parks. Eine der wunderschönen Stellen des Nationalparks ist der Aussichtspunkt Belvedere, etwa 130 Meter hoch über dem Fluss Elbe bei der Gemeinde Elbleiten (Labská Stráň), etwa 3 km südlich von Herrnskretschen (Hřensku) im Bezirk Tetschen (Děčín). Von der Aussichtsterrasse der Pension Belvedere bietet sich ein imposanter Ausblick in den Elbe-Canyon, der als Kandidat für den UNESCOEintrag gilt. Der Aussichtspunkt wurde um die Wende vom 18. Jahrhundert von der Familie Clary-Aldringen errichtet, genauso die Sala terrena in Form einer Grotte mit einem hohen Arkadenbogen und einer Theatermaske.

 

Das Wappen der Gründerfamilie ist bis heute erhalten geblieben. Auf der Terrasse wurden beliebte musikalische Aufführungen veranstaltet. Zur Terrasse kommt man auf einem 4 km langen Kutschenweg vom Schloss in Binsdorf (Bynovec) und auf den Wanderwegen mit roter oder blauer Markierung, Autofahrer können aber auf der Straße fast direkt zum Aussichtspunkt fahren. Außer dem Blick ins Elbtal kann man auch Tafelberge und Felskämme in Deutschland erblicken.

 

Im Juli 1998 wurde oberhalb des Elbtals die längste horizontale Traverse verwirklicht, 953,63 m, und zwar vom Aussichtspunkt Belvedere bei Elbleiten (Labská Stráň) auf den Felspfeiler auf der rechten Seite von Niedergrund (Dolní Žleb). Zdeněk Kadlec aus Tetschen (Děčín) vom Speläologischen Rettungsdienst der Tschechischen speläologischen Gesellschaft überwand das Tal über dem Elbwasserspiegel in einer Höhe von 180 Metern in 59 Minuten und 6 Sekunden, also nach fast einer Kletterstunde. Genau das nennt man eine Tiroler Traverse – ein Seil über einen Fluss oder Canyon. Die Leistung übertraf sogar den vorherigen, von slowakischen Kollegen erreichten Rekord, der zugleich die Herausforderung war, und das um 105,8 Meter. Der anwesende Notar Marek von der Agentur Dobrý den aus Pilgrams (Pelhřimov) bestätigte nach der geodätischen Messung die Aufstellung eines neuen Weltrekords in der Länge der Seilüberbrückung, und der Rekord wurde daraufhin ins Guinness-Buch der Rekorde eingetragen.

www.ceskesvycarsko.cz

 
Verantwortlich: Michaela Tobiasova
Enstanden / aktualisiert: 15.8.2013 / 15.8.2013

 

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