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Megalithische Geheimnisse – Menhire und Steinreihen bei Kounov

Kounov
GPS: 50°18‘48.152“N, 13°38‘53.456“E
 

 
 

Willkommen am geheimnisvollsten Ort der Tschechischen Republik! So wird zumindest der Berg Rovina bezeichnet, mit seltsamen Reihen aus großen Steinblöcken nördlich von Kounov zwischen Laun (Louny) und Rakonitz (Rakovník). Der Ort zählt zu den megalithischen Mysterien, genau wie das französische Carnac. Als etwas Außerordentliches wurden sie im Jahre 1934 von einem hiesigen jungen Lehrer entdeckt.

Auf einer Fläche von mehreren Hektar sind hier in riesigen, von Norden nach Süden parallel verlaufenden Reihen in unregelmäßigen Abständen mehrere Tausend Steinblöcke aufgestellt. Einige von ihnen sind so massiv, dass er sich kaum eine Kraft vorstellen konnte, die sie hätte bewegen können. Der Sturm von Vermutungen, der nach der Veröffentlichung der Entdeckung ausbrach, hat sich bis heute nicht beruhigt. Sind die mysteriösen Reihen von Kounov ein urzeitlicher Tempel der Sonnenverehrer, ein Heidenkalender, ein astronomisches Observatorium oder nur ein einzigartiges System von Feldrainen ohnegleichen?

Aus der gegenseitigen Stellung der zwei wichtigsten Steine Gibbon und Pegasus lässt sich der Osten und der Sonnenuntergang messen und die Einschnitte darauf sollen die einzelnen Aufgangsphasen der Sonnenscheibe zur Zeit der Sonnenwende anzeigen. Oder handelte es sich um die Bahnabgrenzung bei zeremoniellen Pferderennen der keltischen Siedler? Das Mysterium dauert weiter an und wartet auf seine Enträtselung, genau wie die Streitigkeiten zwischen den Mysteriensuchern und den Archäologen. Der einfache Tourist kann in der Suche nach den Steinen schwelgen und über die Mystik ihrer Bedeutung nachdenken. Eine weitere Sehenswürdigkeit aus längst vergangenen Zeiten ragt nördlich der Gemeinde Drahomyšl an der linken Seite des Feldwegs nach Strkovice empor.

Es handelt sich um den Menhir Verzauberter Mönch, mit der Sage von einem Ordensbruder aus dem Saazer Kapuzinerkloster, der sich in ein schönes Mädchen verliebte und das Mädchen in ihn. Das sündige Verhältnis wurde grausam bestraft – der Junge verwandelte sich in Stein und das Mädchen wurde als Hexe verbrannt. Der Stein soll immer noch mit starker Energie aus der Erde und aus dem Kosmos  aufgeladen sein.

 

Der Menhir Verzaubertes Mädchen (Verzauberte Jungfrau, Am Stein) – ein ca. 135 cm hoher Stein – stand ursprünglich auf dem Feld am Weg nach Malnice. Laut einer Sage soll er von seiner ursprünglichen Stelle von einem Bauern abgeholt worden sein, weil der Bauer daraus einen Sitz machen wollte. In der Nacht jedoch sollen um den Stein herum Hunde herumgelaufen sein und jämmerlich geheult haben, deswegen musste der Bauer den Stein wieder an seine ursprüngliche Stelle zurückbringen.

 

Die ursprüngliche Position des Verzauberten Mädchens zeigte zusammen mit der Steinernen Jungfrau bei Rakonitz (Rakovník) die genaue Meridian-Richtung an. In der Vergangenheit lag dieser Menhir lange Zeit im Graben an der Landstraße in der Nähe seiner ursprünglichen Stellung und drohte, zerstört zu werden. Im November 1986 wurde er dank Jaroslav Helšus ins Museum in Saaz (Žatec) gebracht, wo er bis heute im Garten steht.

 

Nähere Angaben: Lithologie – Quarzstein, Quarzsandstein, Höhe 1,40 m, Gewicht 0,4 t, seine Form erinnert an einen Kegelstumpf. Älteste Nachweise – 1843 (Landkarte), 1895, 1896.

 
Verantwortlich: Michaela Tobiasova
Enstanden / aktualisiert: 15.8.2013 / 15.8.2013

 

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